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Die Rehgrabenhütte befindet sich im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Oberbayern. In
kommunaler Hinsicht ist sie der Gemeinde Lenggries zugehörig. Nahe des Ortsteils Leger erreicht man die
Berghütte von der Jachenauerstraße aus. Aus Richtung Wegscheid kommend (in Richtung Jachenau) biegen
Besucher 100 Meter nach dem Kilometerschild „17“ in die nächste Abzeigung links in einen Waldweg ab. Die
gut ausgebaute Forststraße führt über den malerischen Isarnebenbach “Jachen” mitten hinein in ein
Naturschutzgebiet. Eine Befahrung des steilen Waldwegs ist ausschließlich forstwirtschaftlichen Fahrzeugen
vorbehalten. Nach etwa 2,8 Kilometern sowie 170 Höhenmetern führt der Schotterweg an einer Abzweigung
direkt zur privaten Berghütte. Die rustikale Waldhütte ist rund 20 Kilometer von der österreichischen
Grenze und etwa 15 Kilometer von Bad Tölz entfernt.
Schließen Sie für einen Moment die Augen! Stellen Sie sich den Duft von Tannen &
Laubbäumen nach einem sanften Regenschauer vor. Von Ihrem Standpunkt oberhalb eines Wiesentals aus blicken
Sie auf jahrhundertealte Bachläufe, wiegende grüne Baumwipfel, einen wolkenfreien blauen Himmel auf fast
1.000 Meter Höhe und weitläufige, blühende Hochwiesen. Himmlische Ruhe – hier kann man eins sein mit sich
und der Natur, fernab von allen Zivilisationsgeräuschen. In der Ferne glitzern die schneebedeckten Gipfel
der österreichischen 3.000er. Sie befinden sich in einem der fruchtbarsten Teile inmitten der bayerischen
Voralpen. Und zwar nördlich der Jachenau, genau zwischen den Flüssen Jachen & Isar. Beim Besuch der
Rehgrabenalm werden Träume wahr. Genau so haben wir uns als Kinder eine blühende, friedvolle
Berglandschaft vorgestellt: im Wind wiegende Kräuterwiesen, der Klang von Kuhglocken und eine Bergquelle
keine 20 Meter von der bäuerlichen Rehgrabenhütte entfernt.
Die mit 899 Einwohnern kleinste selbständige
Gemeinde Bayerns, die Kommune Jachenau, ist rund zehn Kilometer entfernt. Sie liegt 80 km südlich von
München zwischen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen an der Südseite der Benediktenwand (1.800 m) unweit
des Walchensees. Mit 7 Einwohnern je km² ist sie zudem die am wenigsten besiedelte Gemeinde in Bayern. Die
Rehgrabenhütte ist ein Kleinod und ein hervorragender Ausgangspunkt für Wander- und Mountainbiketouren
zugleich. Der einem fjordartigen See ähnelnden Wasserspeicher Sylvensteinsee ist gleichermaßen ein
bevorzugtes, nahegelegenes Ausflugsziel und Motiv unzähliger Fotos. Im See versunken liegt das ehemalige
Dorf Fall, das vor der Flutung einige Dutzend Meter höher neu erbaut wurde. Das alte Dorf, bei sehr
niedrigem Wasserstand noch zu sehen, wird Altfall genannt.
Von der Berghütte „Rehgraben“ aus ebenfalls bestens mit dem Mountainbike zu erreichen (90 Minuten) ist
einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands, der Walchensee. Mehr Informationen unter
Active-Events.
Beschreibung Anfahrt: Um die Rehgrabenalm kursieren zahlreiche, bis heute lebendige Sagen und
Erzählungen. Die wohl bekannteste (und zugleich jene mit dem größten Wahrheitsgehalt) rankt sich um die
abenteuerliche Hinterlassenschaft der Rehgrabenhexe „Falak“.
Unfreie Strafkompanie
Nach einer verheerenden Brandkatastrophe ließ Herzog Albrecht III (der Fromme,
1401-1460) den Tölzer Markt im Mittelalter in Steinbauten wieder aufbauen. Zu dieser Zeit verbannte das
Bistum Augsburg Strafgefangene und andere Unfreie in die karge, abgeschiedene Jachenau.
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